Die Mittelalterfreunde
  Sprichwörter die 2te
 

Und weiter gehts ........

Auf den Nägel brennen
Diese Redewendung haben wir den Mönchen zu verdanken.  Da es in den Klostern meist nur wenig Beleuchtung gab, haben sich viele Mönche eine kleine Kerzen auf ihren Daumennagel befestigt um der Messe besser zufolgen. Was auch einen großen Nachteil mit sich brachte:
Denn je länger die Messe dauerte umso kürzer wurden die Kerzen. Dementsprechen schmerzhaft wurde die Messe.


Abstauben
ja, ja das liebe Müllerhandwerk.
Wenn ein Müller damals einen Auftrag von einem Bauern bekommen hatte dessen Getreide zu Mehl  zuverarbeiten,  hatte der Müller einiges davon in seine eigene Tasche gesteckt. Und zwar dieser Teil der beim Mahlen zu Staub aufging, da es bei den Bauern nicht auffiel.


Alles in Butter
Früher wurden viele Glaswaren aus Venetien über die Alpen hierher transportiert. Doch da das ganze  eine holperige Angelegeheit war ging vieles davon zubruch. So kamen Fuhrleute auf die Idee, die Glaswaren in große Bottiche zu legen um dann darüber flüssige Butter zu giessen, Wenn diese dann fest wurde konnte nichts mehr verrutschen, selbst wenn ein Bottich mal vom Fuhrwagen rollte. Von da an war alles in Butter.


Auf dem Kerbholz
Bis zum Mittelalter  hielten die Menschen ihre Schulden auf Stöcke fest. Schuldner und Gläubige besaßen jeweils einen Stock.  Für jede weitere Leistung gab auf jeden Stock eine Kerbe diese wurden wiederum entfernt wenn eine Schuld davon beglichen wurde. Doch auch jeder Stock hatte sein Ende und wenn dies der Fall war ........naja, das ist wohl eine andere Geschichte.


Aus dem Stehgreif sprechen
Wenn ein Bote für seinen Kurfürst eine wichtige Kunde verbreiten sollte, mußte das recht schnell gehen. Wenn er also von Platz zu Platz ritt, blieb er auf seinem Pferd und stellte er sich in seinen Steigbügel aufrecht auf. Diese Steigbügel wurden damals Stehgreif genannt. Man munkelt das es auch den Grund hatte, das wenn er eine schlechte Kunde verbreiten mußte, er schnell mit seinem Pferd wegreiten konnte.


Auf den Hund gekommen
Im Mittelalter, aber auch weit darüber hinaus, haben die reicheren Leute ihr Erspartes in große Truhen gelagert. Diese Truhen waren reich verziert, auch auf dem Boden. Dort waren meist Malerein von Tieren, nämlich von Hunden. Wenn also das Ersparte weniger wurde, kam auch dieser besagte Hund zur Erscheinung, und wenn es soweit gekommen war, ist man "auf den Hund gekommen"., also pleite.
(vielen Dank an Jenni)


Zur Minna machen
Schon zur damaliger Zeit war der Frauenname "Minna", ein sehr unmoderner Name, und da viele Adelig die Namen ihrer Märkte sich nicht merken konnten, nannten sie sie schlichtweg alle "Minna". Diese Märkte waren meist von niedrigem Stand, und wenn etwas nicht stimmte oder nicht richtig funtionierte, bekamen die Herrschaften der Märkte reichlichen Tadel. Also haben sie sie "Zur Minna gemacht".
(Vielen dank an Andre)





Hiermit möchte ich mich bei meinem Vater (Paperle) bedanken, der mir einiges an Infomaterial zugeschickt hat.

 
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